ABS (Antiblockiersystem)

ABS Antiblockiersystem

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Beim ABS handelt es sich um einen automatischen Antiblockierverhinderer, der dafür sorgt, dass die Räder eines Fahrzeugs oder auch eines Flugzeugs während des Bremsvorganges nicht blockieren. Damit wird ein kürzerer Bramsweg erreicht. Außerdem bleibt das Fahrzeug dadurch auch während des Bremsvorganges in der spur und kann noch gelenkt werden. Damit wird zum Beispiel verhindert, dass der Wagen aus der Kurve fliegt. Eine ABS-Anlage ist einebesonders konstruierte Erweiterung der Zweikreisbremsanlage. Je zwei derjeweils vier Radbremszylinder eines Autos werden gemeinsam von einem der Haupt-Bremszylinder betätigt. An jedem Rad sind ein Induktionsgeber oder ein Hallgeber und eine Loch- oder Zahnscheibe angebracht, mit denen die jeweilige Drehzahl gemessen wird. Sobald diese Drehzahl eines Rades während des Bremsvorganges im Vergleich zu den Drehzahlen der anderen Räder unverhältnismäßig abfällt, verringert das System den Bremsdruck. Im hydraulischen Teil des ABS befinden an der zu jedem der Räder führenden Druckleitung je zwei Magnetventile . Zuerst wird durch das erste Ventil die betreffende Leitung gesperrt. Sinkt die Drehzahl dann weiter, so lässt das zweite Ventil Bremsflüssigkeit seitlich aus, wobei der Bremsdruck wieder sinkt. Die Flüssigkeit wird gleichzeitig mit einer elektrischen Pumpe in den Zwischenraum und auf das jeweilige Druckniveau zwischen dem Hauptbremszylinder sowie dem ersten Magnetventil zurück gepumpt. Ansonsten würde sie dort fehlen, und Bremsen wäre nicht mehr möglich. Dabei finden beim Bremsen viele solche Arbeitsspiele (etwa 10 pro Sekunde, bei Krafträdern 15 pro Sekunde) statt. Das Ganze wird am Pedal als Vibrieren wahrgenommen. Darüber hinaus führt das automatische und schnelle Stottern der Bremsanlage des Fahrzeugs aber auch zu einem deutlichen Ruckeln. Die Vorteile des ABS überwiegen dabei die Nachteile bei weitem.

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