Der Yeti, mit seinen etwas grob und kantig wirkenden Linien, wird auch in diesem Jahr keine Design-Preise gewinnen, obwohl seine Macher einiges an Heck und Front verändert haben. So kommt der Yeti mit einer komplett neu entworfenen Front daher. Zusammen mit der neuen Leuchtengrafik und den, im Vergleich zum Vorgänger, stärker ausgeformter Radhäuser, wirkt der Allrad angetriebene SUV fast freundlich und dynamisch. Unterstrichen wird der Look von einer unterhalb der Front und an den Seiten und am Heck angebrachten Verkleidung aus Kunststoff, welche das Blech vor Beschädigungen bei Fahrten im Gelände schützen soll und zudem einen Off Road-Look erzeugt, der für einen rauen Charme sorgt, ohne dabei übertrieben zu wirken. Wer sich für die erstmals angebotene Outdoor-Variante des Yetis entscheidet, der darf sich darauf freuen, dass diese Teile hier ganz in schwarz gehalten sind, was dem Auto einen sehr urigen Charakter gibt.

Des Weiteren zeichnet sich der Yeti 4x4 von Skoda durch ein straffes, aber trotzdem sehr komfortable abgestimmtes Fahrwerk aus, welches dem Fahrer nicht nur Sicherheit vorgaukelt, sondern ihm diese auch tatsächlich verleiht.

Das optisch hervorgerufene Bild spiegelt sich auch im Fahrbetrieb wieder. Auch hier enttäuscht der Yeti seine Fahrer nicht. Das die werksmäßig zur Verfügung stehenden Turbo-Triebwerke, aufgrund der frühzeitig zur Verfügung stehenden hohen Drehmomente, sowohl auf der Landstraße als auch auf der Autobahn über genügend Durchzugskraft verfügen scheint nicht verwunderlich für einen SUV dieser Klasse. Etwas erstaunlicher ist es da, dass der Yeti sich ebenso im engen Stadtverkehr als recht agil zeigt und daher nicht als klassisches Landfahrzeug gesehen werden darf. Außerdem zeichnet der Skoda sich durch das straffe, aber komfortabel ausgelegte Fahrwerk, seine sehr direkte Lenkung und ein fein abgestimmtes Getriebe mit sechs Gängen aus. Diese Eigenschaften sorgen wiederum dafür, dass sich der Schneemenschen schnell auch in einen echten Kurvenflitzer mit geringen Wankbewegungen verwandelt.

Der Yeti wäre allerdings kein Geländewagen mit Allradantrieb, wenn er sich nur in der Stadt gut fahren ließe. So hat sich gezeigt, dass Allradler mit seiner Bodenfreiheit von 18 Zentimetern auch Offroad und bis hin zum mittelschweren Gelände zu Hause und in seinem Element ist. Wie auch bei anderen 4x4-Fahrzeugen seiner Art kommt eine Haldex-Kupplung der fünften Generation, hierbei handelt es sich um eine voll elektronisch gesteuerte Lamellen-Kupplung, zum Einsatz, welche bei Bedarf dafür sorgt, dass die Hinterachse komplett zugeschaltet wird.

Wie es sich für einen SUV gehört, verfügt natürlich auch der Yeti von Skoda über einen hochmodernen Allrad-Antrieb. Die Hinterachse kann je nach Bedarf zu- oder abgeschaltet werden.

Vollautomatisch berechnet ein Steuergerät dabei permanent das ideale Antriebsmoment für die Hinterachse aus den Parametern der aktuellen Fahrt, also der Motordrehzahl, der Gaspedalposition, der Raddrehzahl oder des Lenkwinkels sowie den Daten der Quer- und Längsbeschleunigung des Fahrzeugs. Diese errechneten Werte aus dem so ermittelten fahrdynamischem Zustand, bilden die Basis für die automatisch erfolgende Einstellung des Drehmoments an der Hinterachse. Dies hat zu Folge, dass die Räder im Normalfall nicht einmal durchdrehen sollten, wenn man auf rutschigem Untergrund zu schnell anfährt oder beschleunigt-

Wem dies noch nicht genug ist, der darf sich über grundsätzlich eingeschaltete EDS, die sogenannte Elektronische Differenzialsperre erfreuen, welche für eine ungemein hohe Fahrstabilität sorgt. Das EDS bremst gezielt einzelne Räder ab, sobald diese beginnen durchzudrehen. Außerdem sorgt diese Technik für eine Kraftübertragung zu dem besser greifenden Rad oder Rädern. Doch damit nicht genug. Ein Bergabfahrt-Assistent verhindert eine zu hohe Beschleunigung selbst bei starkem Gefälle und verspricht ein konstantes Tempo, sodass der Fahrer sich ausschließlich auf die richtige Spur konzentrieren kann. Dies ist vor allem eine große Hilfe, wenn man bei starkem Gefälle auf verschlammten Waldwegen und Schotterpisten unterwegs ist. Obwohl wohl die meisten der Yeti-Fahrer derlei abenteuerliche Touren häufig unternehmen werden, kann man sagen, dass der Allrad-Antrieb, welcher rund 1 800 Euro beim Yeti zusätzlich kostet, sich doch zumindest in hügeligen oder gar bergigen Regionen lohnt.