Der Einstieg des Rüsselsheimer Autobauers Opel in das erfolgreiche Modellsegment der SUVs erfolgte getreu dem Motto „Gut Ding will Weile haben“, ließ sich Opel doch viel Zeit bei der Entwicklung eines SUV-Modells. Das Warten hat sich jedoch gelohnt, denn der Opel Mokka ist nach seiner offiziellen Vorstellung im vergangenen Herbst direkt zum Kassenerfolg avanciert und hat durch seine guten Verkaufszahlen wieder für eine Aufbruchsstimmung beim wirtschaftlich immer noch stark angeschlagenen Bochumer Automobilkonzern gesorgt.

Das Design des Mokkas ist athletisch und elegant. Der auffällige Frontgrill und die starken Stoßdämpfer unterstreichen die Athletik und Robustheit des SUVs, die leicht ausgestellten Kotflügel in Kombination mit der an der Seitenlinie sich entlang ziehenden, typischen Opel-Sichel tragen zur äußeren Eleganz dieses Fahrzeugs bei.

Der Innenraum birgt für langjährige Opelkenner keine Überraschungen, erwartet einen im Innern doch der gewohnte Stil von Opel. Das Cockpit ist übersichtlich gestaltet und einfach zu handhaben. Die Rundinstrumente überzeugen durch ihre gute Lesbarkeit und die Bedienelemente sowie Radio- und Navigationsblock sind von den Vordersitzen bequem zu erreichen. Einziger Wermutstropfen ist die Fülle an Tasten und Knöpfen auf der Mittelkonsole, die den Fahrer schnell den Überblick verlieren lassen. Auf der anderen Seite sorgt das höhen- und weitenverstellbare Lenkrad hingegen wieder für einen gewissen Fahrkomfort.

Die erhöhte Sitzposition der beiden Vordersitze ermöglicht eine gute Straßenübersicht und die großen und bequemen Sitzflächen sorgen nicht zuletzt auf Langstrecken für ein angenehmes Sitzgefühl. So großzügig der Raum vorne im Cockpit ist, so eng kann es auf der Rückbank werden, wenn diese voll besetzt ist. Bei einer äußeren Fahrzeugbreite von nur 1,78 m ist im Fond auch nur schwer ausreichend Sitzfläche für drei Personen zu schaffen gewesen. Zudem ist die Sicht durch die Heckscheibe aufgrund ihrer geringen Größe und der breiten Dachsäulen stark eingeschränkt. Die optionale Rückfahrkamera ist demzufolge für ein sicheres, rückwärtiges Fahren nahezu unentbehrlich. Pluspunkte im Innenraum sammelt der Opel Mokka mit seinen zahlreichen, großräumigen Ablagen und Stauräumen sowie der hochwertigen Verarbeitung des Interieurs.

Der Stauraum im Opel Mokka beträgt grundsätzlich durchschnittliche 356 Liter, durch Umlegen der in zwei und ein Drittel teilbaren Rückbank lässt sich das Volumen problemlos auf 1372 Liter erhöhen. Da Ladekante und Ladeboden des Kofferraums eben zueinander sind und die Heckklappe sehr hoch aufschwingt, kann der Kofferraum ungehindert und problemlos be- und entladen werden. Unter dem eigentlichen Ladeboden sowie in der Kofferraumverkleidung auf der linken Seite befinden sich Stauräume für kleine Gegenstände, die mittels Zurrbändern zusätzlich gesichert werden können. Unverständlich und nicht servicefreundlich hingegen, aber leider serienmäßig, ist das Fehlen von Radmutternschlüssel und Wagenheber im Reifenreparaturset.

Zusammen mit dem Sechsganggetriebe und der geschwindigkeitsabhängigen elektrischen Servo-Lenkung sichert der Turbobenziner mit 1,4 Liter Hubraum und 140 PS das Fahrvergnügen. Das maximale Drehmoment von 200 Newtonmetern bei 1850 Umdrehungen pro Minute ist ein weiteres Zeichen für einen leistungsstarken Motor im Opel Mokka. Das Fahrgefühl und die Sicherheit im Gelände oder bei gefährlicher Witterung auf den Straßen unterstützt der adaptive Allradantrieb durch eine Traktionskontrolle und der Verbesserung des Handlings. Adaptiv bedeutet, dass sich der Allradantrieb bei geringer Traktion automatisch einschaltet und ausschaltet, wenn eine Unterstützung nicht mehr nötig ist.

Der Frontantrieb und das serienmäßige Start-Stopp-System bewirken bei einer ruhigen Fahrweise einen geringen Verbrauch von ungefähr 6,4 Litern pro Kilometer, ein sportlicher Fahrstil oder ein Ausflug ins Gelände hingegen erhöhen selbstverständlich den Verbrauch.

Die serienmäßige Sicherheitsausstattung im Opel Mokka besteht im Wesentlichen aus adaptiven Bremslicht, Front-, Brust-Becken-Seiten- und Kopf-Airbags, ABS und ESP sowie Bremsassistenten, elektronischer Bremskraftverteilung und einer Bergan- und Bergabfahrhilfe. Weitere Features wie das adaptive Fahrlicht (AFL) und die Einparkhilfe vorn und hinten sind zwar nur in der hochwertigsten Ausstattungsversion „Innovation“ serienmäßig, jedoch lassen sie sich zu allen anderen Ausstattungspaketen hinzubuchen.