Donnerstag, 10.08.17 Frey, Leon

Nebenbeschäftigung Straßenauto: Die Rennautos mit Doppeljob

Nebenbeschäftigung Straßenauto: Die Rennautos mit Doppeljob

Wer möchte nicht einmal in einem Rennauto sitzen, fahren oder gar eines Besitzen? Rennautos mit Doppeljob - Nebenbeschäftigung Straßenauto.

Rennautos mit Doppeljob

Ohne Zweifel ist es der Traum vieler Menschen, einmal in einem Rennauto zu sitzen, wenn möglich gar eines zu besitzen. Nicht allzu viele können sich diesen Traum auch erfüllen. Doch viele Hersteller ermöglichen auch auf der Straße ein wenig Rennsport-Feeling. Ihre Modelle sind in abgespeckten Versionen für jedermann zu haben und fahren. Ein Blick auf die Highlights dieser Kategorie.

Mitsubishi Evolution

Allen Rallye-Fans wird der Mitsubishi Lancer Evolution bereits bekannt sein. Über Jahre hinweg feierte das Modell im Rennsport viele Erfolge in Rallye und Rallycross. Bereits im Jahr 1993 trat mit dem Evolution I das erste Modell in die Rallye-WM ein und hatte vor allem ein extrem aktives Differenzial zu bieten. Ein Jahr wurde das Auto erstmals gebaut und konnte auf ganze 250 PS blicken. Über die Jahre hinweg wurde der Evo immer weiter optimiert, bis schließlich Tommi Mäkinen 1996 im Evo III den WM-Titel gewann, nachdem er fünf Einzelevents für sich entscheiden konnte. Mäkinen ließ drei weitere Fahrertitel in den folgenden Modellen Mitsubishis folgen. Schließlich erschein mit der 10. Auflage von 2009 bis 2016 die letzte Serie des Autos. Die 295 PS inklusive Drehmoment von 366 Nm werden mit dem Prototyp Concept X erreicht. Mit Xenon-Scheinwerfern, Regensensoren und vielem mehr gibt es im Evo X auch auf der Straße viel Neues in einem Evolution-Modell zu bewundern. Durch den tieferen Einbau des Motors erfährt der Evo X eine Gewichtsreduktion und eine bessere Verteilung dessen. Selbst verschiedene Schaltgetriebe lassen vor "normal" bis hin zu "Super-Sport" alles zu, zusätzlich besteht eine 6-Gang-Automatik.

Audi Sport quattro

Das Audi Sport quattro Konzept ist mindestens ebenso bekannt in der Motorsport-Welt. Bereits 1983 erschien er erstmals in seiner damaligen Form und wurde speziell für den Rallyesport entwickelt. Lediglich 220 Einheiten des Modells wurden produziert und ab Dezember für fast 200.000 DM den Kunden angeboten. Der Porsche 911 Turbo kostete vergleichsweise gerade einmal die Hälfte. In der Folgezeit stieg der Preis sogar noch. Trotz aller Entwicklungsstufen war der Audi zu Beginn nicht besonders erfolgreich in der Rallye-Welt. Deshalb entwickelte man 20 Autos weiter zu einem Modell namens Sport quattro E2. Spontan war der neue Audi erfolgreicher und konnte sogar einige Rennen gewinnen, bevor sich der Hersteller nach einem Unfall für einige Zeit aus dem Sport zurückzog. Nach dem noch heute bestehenden Rekord im Bergrennen Pikes Peak International Hill Climb in Colorado zog sich Audi Sport langsam aber sicher komplett zurück und konzentrierte sich wieder auf Rundstrecken.

Honda NSX

Honda NSX

Der Honda NSX wurde von 1990 bis 2005 produziert und ist, wie man sich vermutlich schon dachte, ein Sportwagen aus Japan. Noch bis Ende 2009 wurden verschiedene Versionen des NSX und NSX-R im Rennsport eingesetzt. Beispielsweise gewann das Auto in der japanischen JGTC/Super-GT-Serie die Meisterschaft gleich zweimal in der GT500-Kategorie erlangt wurde. Zwischen diesen beiden Triumphen konnte man sich zudem über den Sieg in der GT300-Kategorie im Jahr 2004 freuen. Auch den Fans in Deutschland ist der Honda NSX keinesfalls ein Unbekannter. Er war unter anderem beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring mit am Start. Auch in technischer Hinsicht gibt es für Auto-Freunde vieles zu bestaunen. Es handelte sich vor allem in Asien und speziell seinem Heimatland Japan um ein richtungsweisendes Auto, welches als erstes seiner Art aus Aluminium bestand. Dazu kamen unter anderem eine elektronische Drosselklappen-Steuerung und Lenkunterstützung. Heute kann man die Traditionsmarke auf Betway wett seite vor allem in anderen Rundrennen finden. Auch in der Formel 1 ist man zum Beispiel nach wie vor als Motorenausrüster von McLaren aktiv, seit einiger Zeit mit praktisch nicht vorhandenem Erfolg. Die Quote auf einen Sieg in der Konstrukteurswertung liegt entsprechend bei 4001.00 (Stand 8. August).

Lotus Seven

Zu guter Letzt noch ein Blick auf einen wahren Klassiker. Der Lotus Seven wurde von 1957 bis 1972 produziert und war ein kleiner, oben offener Sportwagen. Die erste Version konnte immerhin einen Hubraum-Wert von 1172 Kubikzentimetern des Ford-Seitenventilmotors bieten. Langstrecken waren mit dem Auto folglich nicht zu bewältigen, was seiner Popularität keinen Abbruch tun sollte. Stattdessen sah man ihn oft bei kürzeren Club-Rennen besonders häufig. Weitere Serien des Autos sollten in relativ regelmäßigen Abständen folgen. So war 1960 die S2 an der Reihe, bevor acht Jahre später die S3 auf den Markt kam. Schließlich wurde die Serie 4 zur ersten wirklich großen Änderung in der Lotus-Welt, die eine eckigere Karosserie einführte. Um das Auto auch für Nicht-Rennfahrer attraktiv zu machen, wurden im S4 viele Extras verbaut, etwa ein Heizgebläse.

Schnell zu sehen ist die riesige Tradition vieler Hersteller, sowohl im Rennsport als auch bei "gewöhnlichen" Straßenautos. Ob Audi, Lotus, Honda oder Mitsubishi - viele Liebhaber finden auch heute noch ihr Glück mit den vor vielen Jahren eingestellten Modellen.

  • Alexander Hauptmann

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