Montag, 05.10.15 Hauptmann, Alexander

Kombis - Neuwagen oder Gebrauchtwagen?

Kombis - Neuwagen oder Gebrauchtwagen?

Kombis sind schon immer beliebte Familienautos, doch nicht gerade günstig! Was sind die Vor- und Nachteile von einem gebrauchtem oder einem neuen Kombi?

Kombis - Neuwagen oder Gebrauchtwagen?

Ein Kombi ist das ideale Fahrzeug für Familien. Das große Platzangebot sorgt dafür, dass auch längere Fahrten mit drei Kindern und zusätzlichem Gepäck nicht in Qualen ausarten. Vor allem der größere Kofferraum macht sich in solchen Fällen positiv bemerkbar. Auf Sportlichkeit müssen Fahrer deshalb nicht verzichten. Moderne Kombimodelle punkten mit einem schnittigen Äußeren und einem dynamischen Fahrverhalten.

Ein Nachteil von Kombis ist, dass diese in der Regel nicht gerade preiswert sind. Deshalb kann es sich anbieten, auf Gebrauchtfahrzeuge zurückzugreifen. Doch welche Vor- und Nachteile hat ein Gebraucht- oder Neukauf jeweils?

Kombis sind nach wie vor kein Auslaufmodell

Abbildung 1: Kombis sind nach wie vor kein Auslaufmodell - auch heute werden zahlreiche optisch ansprechende Autos in diesem Segment gebaut. @ Moerschy (CCO-Lizenz) / pixabay.com

Sicherheit – hier haben Neuwagen die Nase vorn

Keine Frage, die Sicherheit spielt gerade für Familien mit kleinen Kindern eine entscheidende Rolle. In dieser Hinsicht schneiden Neuwagen in aller Regel besser ab als gebrauchte Fahrzeuge. Das liegt schlicht und einfach daran, dass moderne Autos mit einer besseren Sicherheitsausstattung versehen sind als ihre Vorgänger. Waren früher Airbags, Dreipunktgurte und ABS positive Ausstattungsmerkmale, weisen neue Kombis heute zusätzlich Assistenzsysteme auf. Dazu gehören Spurhaltesysteme oder Müdigkeitswarner. Gerade in den letzten Jahren gab es in dieser Hinsicht einen richtiggehenden Entwicklungsschub. 

Wer sich einen Neuwagen mit moderner Sicherheitsausstattung nicht leisten kann, sollte bei einem Gebrauchten auf eine Mindestausstattung achten. Dazu gehört in jedem Fall ABS. Wie aus www.welt.de angemerkt wird, besitzen mittlerweile allerdings rund 90 Prozent der Fahrzeuge auf deutschen Straßen ein Antiblockiersystem. Anders sieht es bei dem Schleuderschutz ESP aus. Wichtig sind in jedem Fall Airbags, wobei die Ausstattung im Idealfall 6 Airbags umfasst. Auch dies ist bei Gebrauchtwagen alles andere als die Norm. Zusätzlich sollten sich Käufer über das Crashverhalten von Gebrauchtwagen informieren, zum Beispiel auf den Seiten des ADAC. Denn neben der aktiven Sicherheit ist die passive ein wichtiger Faktor, um im Ernstfall Verletzungen zu vermeiden.

Zusammengefasst, sollte ein gebrauchter Kombi am besten die folgenden Eigenschaften aufweisen:

  • ABS
  • ESP
  • sechs Airbags
  • ein gutes Crashverhalten

Bei der Sicherheit gilt: Mehr ist auch tatsächlich mehr. Auch bei einem gebrauchten Kombi profitieren Fahrer von Assistenzsystemen.

Preise – Gebrauchtwagen sind deutlich günstiger erhältlich

Der große Vorteil von Gebrauchtwagen ist natürlich ihr Preis. Der liegt in aller Regel deutlich niedriger als derjenige von Neuwagen. Entscheidende Kriterien dabei sind:

  • Fahrzeugmodell
  • das Alter des Autos
  • sein Zustand

Eine Rolle spielen kann auch, wo der Verkäufer in Deutschland angesiedelt ist. Denn die Gebrauchtwagenpreise variieren teilweise je nach Region.

Doch wie fallen die Preise für gebrauchte Kombis im Durchschnitt aus? Tatsächlich können Käufer dank vieler Leasingrückläufer in diesem Segment wahre Schnäppchen machen. Wie auf www.autobild.de nachzulesen, sind eine ganze Reihe begehrter und hervorragend ausgestatteter Modelle renommierter Hersteller für Preise unter 10.000 Euro zu haben. Teilweise handelt es sich dabei um Fahrzeuge, die noch vor wenigen Jahren neu das sechs- oder siebenfache davon kosteten.

Auch hier gilt es allerdings, nichts zu überstürzen. Interessenten sollten sich genau über den Zustand des Autos informieren, einschließlich vorangegangener Schäden und Reparaturen.

Zudem sind auch Neuwagen teilweise deutlich billiger zu haben, zum Beispiel durch:

  • Rabatte bei Barzahlung
  • Marketingaktionen

In beiden Fällen macht sich der Preiskampf unter deutschen Autohändlern bemerkbar. Auf www.autohaus24.de wird erklärt, dass ein Kombi auch im Vergleich zur Limousine häufig teurer ausfällt, dafür jedoch letztlich auch ein deutlich höherer Widerverkaufswert bleibt. Ganz so billig wie bei einem Gebrauchten wird es zwar meist nicht, aber es lassen sich beachtliche Nachlässe erzielen.

Verbrauch und laufende Kosten – oftmals ein Pluspunkt für Neuwagen

Der Anschaffungspreis ist nicht der einzige finanzielle Faktor, der beim Autokauf eine Rolle spielen sollte. Langfristig machen sich vor allem die laufenden Kosten bemerkbar. Dazu gehören vor allem:

  • der Verbrauch
  • anfallende Reparaturen

In beiden Fällen haben Neuwagen meist die Nase vorne. Wer sich einen gebrauchten Kombi kaufen möchte, sollte sich in jedem Fall genau informieren. Dies schließt Aussagen zur Langlebigkeit des betreffenden Wagens und zur Reparaturanfälligkeit ein, Informationen, die über Portale und Foren im Internet abrufbar sind. Andernfalls kann sich das vermeintliche Schnäppchen schnell als Kostenfalle entpuppen.

Zu beachten ist: Die offiziellen Angaben zum Verbrauch von Autos entsprechen kaum der Realität. Denn schließlich wurden sie unter Laborbedingungen getestet. Ist man auf der Straße unterwegs, verhält sich die Sache oft deutlich anders.

Ein Kombi bietet viel Laderaum

Abbildung 2: Ein Kombi bietet viel Laderaum und ist somit auch für eine Urlaubsreise mitunter gut geeignet. @ ivabalk (CCO-Lizenz) / pixabay.com

Fazit

Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, ob er zu einem neuen oder gebrauchten Kombi greift. Dies ist nicht zuletzt abhängig von persönlichen Voraussetzungen. Gerade junge Familien haben oft nicht das nötige Geld, um sich einen teuren Neuwagen zu kaufen.

In einem solchen Fall kann ein Gebrauchtfahrzeug eine gute Wahl sein. Allerdings sollten Käufer noch etwas genauer hinsehen als bei einem Neuwagen. Das betrifft sowohl die Sicherheitsausstattung als auch die Reparaturanfälligkeit. So lassen sich böse Überraschungen vermeiden.

  • Alexander Hauptmann

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