Dienstag, 03.11.15 Hauptmann, Alexander

Kindersitze Test 2015 - auto motor und sport

Kindersitze Test 2015 - auto motor und sport

Beim Kindersitze Test 2015 von der Zeitschrift auto Motor und Sport konnten bei der Verarbeitung und beim Crashtest nicht alle Modelle überzeugen.

Kindersitze Test 2015

Wer vor hat einen Kindersitz zu kaufen, der sollte nicht nur ausschließlich auf den Preis achten, sondern sich auch fachlich beraten lassen. Dies ist ein Fazit von der Zeitschrift „auto motor und sport“ beim Kindersitze Test 2015. Denn hier stellte sich heraus, das weder die billigsten am schlechtesten waren und die teuersten auch nicht die Besten. Die Zeitschrift auto motor und sport hat zusammen mit dem Partner TÜV Süd insgesamt neun gängige Kindersitze getestet. Dabei fiel nur ein Produkt durch, weil sich das Schloss nach einem Crashtest nicht öffnen ließ. Drei andere Sitze erhielten die Bewertung „nur bedingt empfehlenswert“.

Auszeichnung

Im Bereich der Babyschalen scheiterte der Sitz der Firma Hauck (Preis von 119,90 Euro). Nach einem Aufprall öffnet sich das eingebaute Gurtschloss. Da es größtenteils aus Kunststoff besteht, ohne irgendeine Fasereinlage oder Metallverstärkung, kann es sich sehr leicht verformen und einige Gurtteile rutschen zusammen. Bei einem weiteren Test, mit einem zweiten Kindersitz, konnte das Schloss zwar standhalten, allerdings wurden die Messwerte im Bereich der Brust deutlich überschritten. Außerdem ist das Modell Zero Plus Select der Firma Hauck ganz schlecht zu bedienen. Die Verarbeitung ist sehr einfach und zudem ganz schwach gepolstert. Die Babyschale vom Anbieter Maxi Cosi (Pebble Plus) zu einem Preis von 260 Euro + 210 Euro für eine Isofix Basis, und das Modell One Safe von Safety 1st für 80 Euro bestanden die Testergebnisse von auto motor und sport beim Kindersitze Test 2015 mit durchweg guten Ergebnissen. Hier gab es in der Bewertung dann auch die Auszeichnung „empfehlenswert“, auch wenn die beiden Modelle beim Preis recht weit auseinander lagen.

Auto Motor und Sport

Beim Kindersitze Test 2015 der Zeitschrift auto motor und sport in der Kategorie für Kinder mit einem Gewicht von 9 bis 18kg schwächelte das teuerste Produkt im Test. Die Marke Britax Römer mit dem Modell Multi Tech II mit einem stolzen Preis von 350 Euro kann zwar beim Fahren sehr variabel in beide Fahrtrichtungen verwendet doch, allerdings ist hier die Gurtführung sehr kompliziert. Da kann der Einbau des Kindersitzes schon mal bis zu einer Stunde dauern. Außerdem beinhaltet dieses System ein hohes Fehlerpotenzial, was im Falle eines Crashs sehr unangenehme Folgen für das Kind haben kann. Wird das Modell allerdings als „Rebounder“, also wenn der Kindersitz rückwärtsgerichtet ist verwendet, werden alle Anforderungen vollständig erfüllt. Hier kam auch das Urteil „empfehlenswert“ zu Stande. Wird das Modell allerdings vorwärts eingebaut, kann der Multi Tech II leider nicht überzeugen. Im Fall eines Crashs, neigt sich der Sitz viel zu weit nach vorne hin, wo sich das Verletzungsrisiko erhöht. Hierzu gibt es von der Zeitschrift auto motor und sport beim Kindersitze Test 2015 nur ein „bedingt empfehlenswert“.

Handhabung

Auch dies gilt für das Modell Chicco Oaysy 1 für einen Preis von 250 Euro. Der Kindersitz ist sehr schwer, recht einfach verarbeitet und unhandlich. Bei einem Crash ist das Kind zudem erhöhten Kopfbelastungen ausgesetzt. Dagegen empfehlenswert ist das Modell Kiddy Phoneixfix zum Preis von 230 Euro. Es ist vom Preis der günstigste Sitz aber trotzdem ausreichend gut gepolstert und zudem hochwertig verarbeitet. Außerdem überzeugt er mit guten Ergebnissen beim Crashtest und einen erfreulich niedrigen Gewicht. Zudem gibt es hier eine einfache Handhabung die auch sehr flexibel ausfällt.

Crashtest

Bei den Sitzen für Kinder bis zu einem Gewicht von 36kg zeigt das Modell Disney Starter SP doch deutliche Schwächen. Die Verarbeitung ist nicht überzeugend, außerdem ist kaum eine Polsterung vorhanden. Es gibt kaum Verstellmöglichkeiten und keine Beschreibung. Beim Crash ist die Wertung im Brustbereich zu hoch. Dies Modell ist nur bedingt empfehlenswert. Die beiden anderen Modelle, der Recaro Young Sport Hero (für 240 Euro) und der Cybex Solution M-fix für 180 Euro sind ordentlich verarbeitet, flexibel, gut gepolstert und überzeugen zudem beim Crashtest.

  • Michael Gabrielides

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