Donnerstag, 05.06.14 Gabrielides, Michael

Ford Mondeo/Fusion mit dem Gewicht eines Fiesta

Dank Aluminium, Magnesium und Karbonteilen hat der Ford Fusion rund 180kg abgespeckt.

Ford macht den Fusion zum Leichtgewicht: Weniger als 1.100 Kilogramm wiegt das Konzeptfahrzeu.

Es ist nach der Abspeckkur um stolze 180 kg oder 23 Prozent leichter als ein normaler Ford Fusion des Baujahrs 2013. Kombiniert mit dem 1-Liter-Ecoboost-Motor bedeutet das einen Verbrauchsvorteil von 15 Prozent berichtet das Branchenblatt "Automobil Produktion".

Kaufen können Kunden das Auto wahrscheinlich nie. Denn die Material- und Herstellungskosten sind zu hoch für ein Volumenmodell wie den Fusion, der in Deutschland unter dem Namen Mondeo firmiert. In Zusammenarbeit mit Cosma International, eine Tochterfirma von Magna International, verbauten die Ford-Ingenieure vor allem Aluminium, Magnesium und Kohlefaser in dem Prototypen. So ist beispielsweise die Ölwanne aus Kohlefaserwerkstoffen, während die Bremsscheiben aus stahlummantelten Aluminium bestehen.

Der hohe Preis ist das Problem. Stellt man beispielsweise einen Sitzrahmen aus Kohlefaserwerkstoffen her statt aus Stahl, so spart das nicht einmal ein Kilogramm an Gewicht. Aber die Kosten für den Rahmen liegen zwischen 53 und 73 Dollar. Für einen Stahlrahmen sind es lediglich 12 Dollar. „Ich bin mir nicht einmal sicher, ob die Leute von unserem Entwicklungsteam diesen Preis bezahlen würden", sagt David Wagner, der technische Leiter von Ford.

Doch mit dem neuen F-150 Pickup, der Ende des Jahres erscheint, zeigt der Detroiter Autobauer, dass es Leichtbaufahrzeuge bis zur Serienreife bringen können. Fords Bestseller wird dank Aluminium-Karosserie rund 320 kg weniger wiegen als noch die aktuelle Version. Und das zu einem bezahlbaren Preis.

  • Michael Gabrielides

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