Donnerstag, 19.06.14 Gabrielides, Michael

Donau Classic 2014 : Audi feiert Heimspiel bei Donau Classic

Wanderer Stromlinie Spezial: Der dreifache Le-Mans-Sieger Dindo Capello steuert den traumhaft schönen Sport Roadster.

Für Audi Tradition ist die neunte Donau Classic (26. bis 28. Juni 2014) fast ein Heimspiel: Neun Oldtimer der Abteilung für klassische Fahrzeuge präsentieren sich in den Regionen Donaumoos, Altmühltal und Hallerta.

Und auch dieses Mal werden prominente Gäste in den historischen Automobilen Platz nehmen: Der dreifache Le-Mans-Sieger Rinaldo Capello (50) und auch drei Audi-Vorstandsmitglieder gehen am Samstag an den Start. Knapp 240 Old- und Youngtimer sind für die Oldtimer-Rallye gemeldet, die Teilnehmer kommen aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland.

Als Highlight des Starterfelds gilt die Wanderer Stromlinie Spezial, ein Sport-Roadster, den Audi Tradition 2003 in einem aufwändigen Projekt neu aufbauen ließ. Mit drei dieser Wagen gewann die Auto Union AG vor 75 Jahren den renommierten „Coupe des Constructeurs" der Fernfahrt Lüttich-Rom-Lüttich. 4530 Kilometer hatten die Fahrer damals zu bewältigen. Anhalten durften sie nur zum Tanken. Der dreifache Le-Mans-Sieger Capello wird den 2003er Nachbau des Prachtstücks von 1938 bei der Donau Classic pilotieren. Der 900 Kilogramm leichte Aluminium-Roadster kommt bei 70 PS auf eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Der Sechszylindermotor mit Dreivergaseranlage und zwei Litern Hubraum geht auf Ferdinand Porsche zurück, der Anfang der 1930er Jahre eine neue Motorengeneration für die Marke Wanderer konstruierte. Restaurator Werner Zinke aus dem sächsischen Zwönitz rekonstruierte drei Exemplare in zweijähriger Arbeit anhand historischer Fotos, konstruierte nach Computerberechnungen zunächst ein Drahtgitter-, dann ein Holzmodell und klopfte die Bleche in Handarbeit auf Ledersäcken.

Das älteste Automobil, das Audi Tradition aus dem Depot holt, ist ein Wanderer W 25 Cabriolet mit Baur-Karosserie aus dem Jahr 1936. Axel Strotbek, Vorstand Finanz und Organisation, steuert diese automobile Rarität auf der dritten Etappe. Dr. Hubert Waltl, Vorstand Produktion, geht am Samstag mit dem DKW F 93, einem zweisitzigen Cabriolet aus dem Jahr 1956 auf die Strecke. Karmann lieferte lediglich 205 Stück davon aus. Am Samstag senkt sich auch die Startflagge für den DKW Monza. Das Zweisitzer-Coupé sorgte 1956 bei Langstrecken-Rekordfahrten für Furore und war mit seinem Aufbau aus glasfaserverstärktem Kunststoff seiner Zeit voraus. Fahren wird diesen ausgefallenen Sportwagen Prof. Dr. Ulrich Hackenberg, Vorstand Technische Entwicklung.

 

  • Michael Gabrielides

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